Pilotanlage zur CO2-Abscheidung
Kohle wird noch für längere Zeit zur Verstromung eingesetzt werden müssen. Die Herausforderung besteht darin, die mit fossilen Brennstoffen einhergehenden CO2-Emissionen deutlich zu reduzieren. In diesem Zusammenhang haben E.ON und Siemens im Kraftwerk Staudinger im September 2009 eine Pilotanlage zur CO2-Abscheidung in Betrieb genommen.
Gut nachzurüsten
Bei der getesteten Technologie handelt es sich um ein so genanntes Post-Combustion-Verfahren. Das CO2 wird hierbei nach der Verbrennung durch spezielle Reinigungssubstanzen zu mehr als 90 Prozent aus dem Rauchgas entfernt. Das von Siemens im Kraftwerk Staudinger getestete Verfahren zeichnet sich unter anderem durch gute Umwelteigenschaften, einen vergleichsweise niedrigen Energieverbrauch und nur geringen Verlust bei der eingesetzten Reinigungssubstanz aus. Ein weiterer großer Vorteil der Post-Combustion-Verfahren besteht darin, dass sich diese CO2-Abtrenntechnologie an bestehenden Kraftwerken nachrüsten lässt.
Die Pilotanlage wird mit einer Teilmenge aus dem Rauchgas von Block 5 gefahren. Die Testanlage soll bis mindestens Herbst 2010 betrieben werden. Aus heutiger Sicht soll die Technik zur CO2-Abscheidung und –Speicherung ab 2020 so weit ausgereift sein, dass sie großtechnisch zur Verfügung steht.