Neue Energie durch Fernwärme
Wenn Strom erzeugt wird, kann die im Brennstoff erhaltene Energie nicht vollständig in Strom ungewandelt werden. Eine Möglichkeit, den Brennstoff besser auszunutzen, bietet die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme: Die so genannte Kraft-Wärme-Kopplung.
Im Kraftwerk Staudinger wird seit vielen Jahren Fernwärme für Großkrotzenburg und Hanau erzeugt. Die jährlich abgegebene Wärmemenge reicht aus, um 18.000 Haushalte zu versorgen.
Heißes Wasser, das im Kreis läuft
Das Medium zur Wärmeübertragung ist heißes Wasser. Es wird in wärmegedämmten Vor- und Rücklaufleitungen zu den Verbrauchern gepumpt, gibt die Wärme über Wärmetauscher an das Heizungs- oder Leitungswasser ab und kommt von dort wieder zurück ins Kraftwerk. Die Länge der Rohrleitungen beträgt insgesamt 81 Kilometer. Je nach dem wie kalt es draußen ist, verlässt das Wasser das Kraftwerk mit einer Temperatur zwischen 95 und 130 Grad. Wenn es zurückkommt, ist es noch circa 70 Grad warm. Die Fernwärme wird im Kraftwerk Staudinger vor allem im Block 5 ausgekoppelt. Falls dieser nicht zur Verfügung steht, kann aber auch Block 1 einspringen.
Für die Umwelt wärmstens zu empfehlen
Dadurch, dass bei der Fernwärmeerzeugung gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt wird, wird der Brennstoff sozusagen doppelt genutzt. Das ist effizienter und umweltschonender als viele kleine einzelne Heizungsanlagen. Vor allem die CO2-Emissionen können so verringert werden. Ziel von E.ON Kraftwerke ist es daher, künftig noch mehr Fernwärme aus dem Kraftwerk Staudinger auszukoppeln als bisher.