Neue Energie aus Klärschlamm
Seit Mitte 2004 wird im Block 5 des Kraftwerks Staudinger kommunaler Klärschlamm mitverbrannt und so umweltverträglich, wirtschaftlich und sicher entsorgt.
Der bislang übliche Weg, Klärschlamm in der Landwirtschaft zu verwenden, stößt zunehmend auf Kritik, da die im Klärschlamm enthaltenen Schadstoffe über die Pflanzen wieder in die Nahrungskette gelangen könnten.
Daher ist es günstiger und umweltschonender, Klärschlamm in Kohlekraftwerken mitzuverbrennen, die bereits über eine moderne Rauchgasreinigung verfügen und die Schadstoffe herausfiltern.
Für die umliegenden Kommunen ist das die interessantere Alternative, um Klärschlämme ökologisch sinnvoll zu entsorgen.
Der aus der Region stammende Klärschlamm ist mechanisch entwässert und enthält rund 30 Prozent Trockensubstanz und 70 Prozent Wasser. Er wird per Lkw ins Kraftwerk geliefert und zunächst in ein Vorratssilo gepumpt. Von dort gelangt er zu den Kohlemühlen, wo er über Dosiervorrichtungen gleichmäßig der Kohle beigemischt und getrocknet wird. Dabei darf die Menge des beigemischten Klärschlamms in der Trockensubstanz nicht mehr als drei Prozent betragen. Auf diese Weise lassen sich bis zu 2000 Tonnen Kohle und circa 5000 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.