Effizienzsteigerung
Anlagen moderner Bauart ermöglichen es, den eingesetzten Brennstoff sehr viel effizienter auszunutzen als dies mit den Kraftwerken der vorherigen Generation möglich ist. Dies gilt natürlich auch für Block 6. Während die Wirkungsgrade der in den 60er Jahren errichteten Blöcke 1 bis 3 circa 38 Prozent betragen, wird der geplante Block 6 einen Wirkungsgrad von über 45 Prozent erreichen. Das bedeutet: Block 6 braucht 20 Prozent weniger Kohle, um die gleiche Menge Strom zu erzeugen als die alten Blöcke. Und das bedeutet auch: Wir sparen 20 Prozent CO2 pro Kilowattstunde.
20 Prozent weniger CO2 pro Kilowattstunde
Wahr ist allerdings, dass das Kraftwerk Staudinger in Zukunft aller Voraussicht nach mehr Strom erzeugen wird als bisher. Wir gehen davon aus, dass sich die Erzeugung von heute 5,5 Milliarden Kilowattstunden jährlich auf bis zu 10 Milliarden Kilowattstunden erhöhen wird. Damit steigt auch der CO2-Ausstoß am Standort Staudinger von heute fünf auf zukünftig 7,5 bis acht Millionen Tonnen pro Jahr an.
Wichtig ist jedoch, dass jede Kilowattstunde Strom nur einmal erzeugt werden kann. Und jede Kilowattstunde, die deshalb mit einem neuen Kraftwerk produziert wird, muss an anderer Stelle nicht mehr durch ein altes Kraftwerk erzeugt werden. Unter dem Strich sinkt der CO2-Ausstoß somit in jedem Fall um mindestens 20 Prozent.
Klimaschutz ist ein globales Thema
Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass CO2 ein natürlicher Bestandteil der Luft und kein Luftschadstoff ist. Auf das direkte Umfeld hat das CO2 in der Konzentration, wie es vom Kraftwerk ausgestoßen wird, keine negativen Auswirkungen.
Mit jeder Kilowattstunde Strom, die künftig am Standort Staudinger produziert wird, leisten wir somit einen wichtigen Beitrag zum globalen Klimaschutz - und bieten gleichzeitig höchste Versorgungssicherheit.