Grundwassersanierung auf dem Gelände des künftigen Kohlelagerplatzes
Das für das Kohlekreislager vorgesehene Gelände wurde bis Ende der 90-ger Jahre von der US-Army als Umschlag- und Lagerplatz für Treibstoffe genutzt. Der Untergrund und das Grundwasser auf dem Gelände sind dadurch unterschiedlich stark mit Mineralölkohlenwasserstoffen (Benzin) belastet.
Mit Erwerb des Grundstücks hat E.ON Kraftwerke sich verpflichtet, die notwendige Grundwassersanierung durchzuführen. Die Sanierung wird circa sechs Jahre dauern. Die Sanierungskosten betragen circa zwei Millionen Euro. Start für die Grundwassersanierung war im Januar 2008.
Das Sanierungsverfahren
Als Sanierungsverfahren kommt eine Kombination aus biologischer und physikalischer Reinigung des Grundwassers zur Anwendung: Das so genannte AIRSPARGING.
Hierzu wird als erstes mit Hilfe von Tiefbrunnen Umgebungsluft in das belastete Erdreich geblasen. Dadurch werden Mikroorganismen angeregt, die im Grundwasser enthaltenen Schadstoffe abbauen. Die abgelösten Schadstoffe werden dann über Flachbrunnen aus dem Boden abgesaugt und mit Hilfe von Aktivkohlefiltern zu 100 Prozent abgetrennt.
Insgesamt werden 60 Tiefbrunnen und 35 Absaugebrunnen installiert. Der Sanierungserfolg wird über 14 Grundwassermessstellen überwacht.